World Foundry Congress: Ein Experten-Schnappschuss von DISA

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Alle zwei Jahre kommen Delegierte aus aller Welt beim World Foundry Congress zusammen, um die neuesten Erkenntnisse von Branchenexperten aufzunehmen.

In diesem Jahr fand die Veranstaltung im polnischen Krakau statt; die Delegation von DISA wurde von Product Portfolio & Innovation Manager Per Larsen angeführt.

Neben zahlreichen Gesprächen mit vielen Teilnehmern und Kunden während des 3-tägigen Events hielt Per auch selbst zwei Vorträge. DISA führte mit ihm in Krakau in Interview, um zu erfahren, wie das Event verlaufen war, und um einen Eindruck von dem dort vermittelten Wissen zu erhalten.

Warum war die Teilnahme am World Foundry Congress so wichtig für DISA? 

Der World Foundry Congress ist eine der wichtigsten Veranstaltungen im Zweijahreskalender, und dabei stehen originelles Denken und Innovationen im Mittelpunkt.

Er zieht Vertreter von Gießereien, Maschinenherstellern und Lieferanten, aber auch Wissenschaftler und Universitäten an – auf dem World Foundry Congress kommen die brillantesten Köpfe zusammen, um die kritischen Themen unserer Zeit zu besprechen.

Ich glaube wirklich, dass das dort geteilte Wissen dazu beiträgt, die Branche voranzubringen.

Wie verlief die Veranstaltung Ihrer Meinung nach in diesem Jahr? 

Die Veranstaltung 2018 war fantastisch. Mehr als 900 Delegierte aus rund 40 Ländern nahmen daran teil, und es besteht kein Zweifel, dass viele hochrangige Influencer und Entscheidungsträger zu Besuch waren. 

Aus unserer Sicht sahen und sprachen wir mit den verschiedensten Teilnehmern auf der Konferenz und auch auf der Messe, darunter Kunden, Branchenkollegen und Experten.

Von Professoren bis zu CEOs gehören alle zu unserer Branche und waren hier vertreten.

Die Anforderungen, Herausforderungen und auch die Chancen für die Gießereibranche ändern sich ständig, weshalb es immer sehr wichtig ist bewährte Verfahren auszutauschen und über die aktuellen Trends und funktionierende Problemlösungen reden zu können. 

In diesem Jahr haben wir zwei Vorträge im Rahmen der technischen Sitzungen des WFC gehalten.

Beide kamen beim Publikum sehr gut an und führten zu zahlreichen Interaktionen. 

Warum ist das Format des World Foundry Congress so erfolgreich? 

Wir wertschätzen die Tatsache, dass wir nach der Veranstaltung mehr wissen als vorher.

Die Themen, Herausforderungen, Diskussionen und die Zeit, die wir mit anderen Experten verbringen, führen dazu, dass wir anschließend voller Ideen sind. Und das ist alles auf die Vorträge zurückzuführen. 

Mit Kategorien aus den Bereichen Materialien, Technologie, Digitalisierung, Ökologie und Management bietet diese Tagung eine Mischung aus Wissenschaft und praktischen Anwendungen.

Die Besucher erhalten so ein vollständiges und ehrliches Bild davon, wo wir stehen, und wohin sich die Branche bewegt.

In diesem Jahr war es besonders faszinierend, so viele Präsentation zum Thema umweltfreundliche Sandverarbeitung verfolgen zu können. 

Dazu kommt ein intensives gesellschaftliches Programm, zu dem in diesem Jahr Stadtrundfahrten durch Krakau gehörten – eine fantastische Gelegenheit, um Kunden, Partner und andere geschäftliche Kontakte kennenlernen zu können.

Erzählen Sie uns bitte etwas über Ihre beiden Gastvorträge.

Meine erste Präsentation hatte den Titel „Moderne umweltfreundliche Sandformung für alle“.

Dieser Vortrag widmete sich besonders den Alltagssorgen kleinerer und mittlerer Gießereien und weniger den großen Unternehmen, die den größten Teil der technischen Entwicklungsarbeit leisten.

Ich habe mit den wichtigsten Herausforderungen für solche Unternehmen begonnen, wie Arbeitskräftemangel, geringe Budgets und inkonsistente Gussqualität, zusammen mit der Erfordernis größerer Flexibilität und besserer Arbeitsumgebungen.

Anlageninnovationen sind hier gefragt, mit technisch hochwertigen, aber kostengünstigen Maschinen, die diesen kleinen und mittleren Unternehmen helfen, diese Probleme zu lösen und produktiver zu werden.

Unsere DISAMATIC C3 Vertikale Formanlage, die wir als „schlaue Wahl“ bezeichnen, ist ein hervorragendes Beispiel für eine moderne Maschine. Sie bietet die Konsistenz und die Wiederholbarkeit, die kleinen und mittleren Gießereien hilft, mit ihren größeren Konkurrenten in Bezug auf Qualität, Automatisierung für Kosteneffizienz und Flexibilität beim schnellen Wechsel zwischen verschiedenen Kleinserien-Gussteilen zu konkurrieren.

Mit ihren energiesparenden und effizienten Funktionen trägt die Maschine zur Verbesserung der Arbeitsumgebung bei, was sowohl für die Gewinnung von neuen Mitarbeitern als auch für künftige potentielle Kunden entscheidend ist.

Mein zweiter Vortrag hatte den Titel „Die umweltfreundliche Sandgießerei von Morgen“. Dieser war allgemeiner gehalten und befasste sich damit, wie wir uns schnell vom heutigen Zustand zu einer ausgeklügelten und intelligenten Gießerei der Zukunft entwickeln können.

Der Vortrag behandelte die wichtigsten Säulen, auf denen Gießereien der Zukunft stehen, wie etwa Nachhaltigkeit, Produktivität und Industrie 4.0.  

Ich habe diesen Vortrag sehr gern gehalten, da die Aussichten wirklich sehr positiv sind.

Obwohl die tonbasierte Formung bereits Tausende von Jahren alt ist, gibt es immer noch ein enormes Potenzial, den umweltfreundlichen Grünsand-Formungsprozess von heute zu entwickeln.

Mit Maschineninnovationen wie unserer Automatic Filter Setting oder datengesteuerten Gießereien ist DISA sicher, dass die Branche ihre Pläne für die Schaffung schlankerer, umweltfreundlicherer und profitablerer Gießereien wahr machen wird. 

Über welche weiteren Themen wurde auf der Konferenz gesprochen?

Neben zahlreichen Vorträgen zum Thema Industrie 4.0 ging es vor allem um den Arbeitskräftemangel für Gießereien.

Dies wurde beim WFC 2018 immer wieder angesprochen, und auch ich habe dies in meinen Präsentationen berücksichtigt. 

Dies ist ein weltweites Problem auf allen Ebenen in Gießereien, ob es um Arbeiter am Ausguss oder um erfahrene Gießereiingenieure geht. 

Die Gießereiindustrie hat eine gemeinsame Aufgabe, die Arbeit in Gießereien für junge Generationen attraktiv zu machen.

Dies erfordert mehr Automatisierung und weitere technische Innovationen, die den Arbeitern ermöglichen, sich anspruchsvolleren Aufgaben in angenehmeren Arbeitsumgebungen zuzuwenden.

Wenn Gießereien sich in diese Richtung bewegen, werden sie auch das Personal finden, das sie brauchen.

Sehen Sie die Vorträge von Per hier

(Nur in englischer Sprache)