Wie man die Anlagen nach längeren Produktionspausen wieder in Betrieb nimmt.
Was zu tun und worauf zu achten ist.

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Warum besondere Vorsicht bei der Wiederaufnahme des Betriebs nach längeren Stillstandszeiten geboten ist

Wenn Anlagen für längere Zeiträume nicht genutzt werden, kann eine Vielzahl von Dingen geschehen, die Probleme bei einem Neustart verursacht. Hier sind nur einige warnende Beispiele:

  • pneumatische und hydraulische Filter und andere Teile der Anlage können mit Wasser verunreinigt sein;
  • pneumatische und hydraulische Ventile können in einer Position stecken bleiben; das ist in einer Formanlage ein schwerwiegender Defekt, weil alle Ventile in einer bestimmten Reihenfolge arbeiten müssen. Wenn nur eins aus der Reihe tanzt, kann das die Anlage außer Betrieb setzen;
  • die „AMC“ (Automatic Mould Conveyor), “SBC” (Synchronized Belt Conveyor) and andere bewegliche Bänder mit mechanischen Teilen können rosten und nach einer langen Pause durch Korrosion blockieren. Ein Trockenlauf dieser Teile ist empfohlen, bevor die Produktion wieder aufgenommen wird;
  • alter Sand, der in der Kammer der Formanlage und (bei MATCH-Anlagen) auf Ober- und Unterplatten verbleibt, ist ein häufig auftretendes Problem und kann die Qualität der produzierten Gussteile beeinträchtigen. Stellen Sie sicher, dass die Entlüftungsöffnungen in der Formkammer sauber sind und nehmen Sie die Zugangsplatten zur Kammer ab, um gründlich reinigen zu können;
  • Sand trocknet aus und muss neu gemischt werden, wie bei einem üblichen wöchentlichen Neustart der Anlage;
  • Bei Strahlanlagen können verrostetes Strahlmittel, Staub und verbliebenes Strahlmittel in der Anlage feste Klumpen bilden. Falls diese nicht vorher entfernt werden, können sie sowohl die Anlage zerstören als auch ein ernstes Risiko für Gesundheit und Sicherheit darstellen.

Wenn die Anlagen in Eile außer Betrieb genommen wurden (indem die Anlagen nur ausgeschaltet wurden), treten derartige Fehler mit noch größerer Wahrscheinlichkeit auf. Daher sind noch gründlichere Inspektionen und Reinigungen notwendig, um z.B. anhaftenden Sand zu entfernen.

Was zu überprüfen ist: Formanlagen

Zuerst und vor allem: Prüfen Sie, dass die Sicherheitseinrichtungen ordnungsgemäß funktionieren:

  • Not-Aus-Schalter,
  • Lichtvorhänge
  • Druckluft-Sicherheitsventile, etc.

Stellen Sie sicher, dass Sie alle benötigten Werkzeuge haben.

  • Berücksichtigen Sie den Arbeitsumfang für Ihren Neustart: Möchten Sie den Betrieb wie an einem Montagmorgen wieder aufnehmen oder behandeln Sie die Situation wie eine Schließung im Sommer, mit der Gelegenheit Überholungen und Upgrades Ihrer Anlagen einzuplanen?
  • Gehen Sie die Inbetriebnahme- und Servicechecklisten in Ihren DISA Bedienungsanleitungen durch. Denken Sie darüber nach, einen speziell für Sie abgestellten DISA Techniker zu buchen, der Sie durch diesen Prozess führt und zusätzliche Bereiche überprüft.
  • Starten Sie an einem Ende der Linie und gehen Sie methodisch bis zum anderen Ende durch.
  • Beginnen Sie mit den Prüfungen mindestens 2 Tage vor dem geplanten Produktionsstart, vorzugsweise jedoch früher. Das Minimum von 2 Tagen basiert auf einem Tag für Überprüfungen und einem Tag, um Probleme zu beheben.

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Was zu überprüfen ist: Strahlanlagen

Die folgenden Prüfungen decken die größten Problembereiche bei der Wiederaufnahme von Strahlanlagen nach einer längeren Stillstandszeit ab. Kontaktieren Sie das Wheelabrator-Team, um eine ausführliche Übersicht und Beratung durch Experten zu erhalten.

  • Jedes Schleuderrad von Hand drehen; die Schleuderräder sollten sich leicht drehen lassen
  • Pneumatik-Kondenswasser entfernen und Leitungen mit trockener Druckluft säubern
  • Becherwerksgurt kontrollieren und wenn nötig nachspannen
  • Strahlmittelqualität kontrollieren, Klumpen nach Möglichkeit entfernen
  • Strahlmittelniveau kontrollieren und allenfalls Strahlmittel auffüllen
  • Jeden Antrieb im Handbetrieb testen
  • Prüfen Sie die SPS, achten Sie insbesondere auf den Verlust von Strahlprogrammen aufgrund von leeren Batterien

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